Ich heiße Stefanie.
Ich bin mit zwei Schwestern in einer Kleinstadt an einem See im nördlichen Deutschland aufgewachsen.

Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich an viel Grün und viel Musik. An Sommer am See, an Schilf und das Rauschen der Bäume im Wind. An Fahrten mit einem selbst gebauten Floß und Schlittschuhlaufen im Winter. An das Klavier und an den Chor. An den selbst gebackenen Kuchen meiner Mutter, an all die Dinge, die mein Vater mit seinen Händen zaubern konnte – und an ein frisches Honigbrot, nach dem die Welt für einen Moment einfach in Ordnung war.
Ich bin aber auch in einer Zeit groß geworden, in der sich vieles um uns herum verändert hat. Dinge, die selbstverständlich erschienen, waren es plötzlich nicht mehr. Altes verschwand, Neues kam hinzu. Veränderung gehörte also früh zu meinem Leben – im Großen wie im Kleinen.
Ich war immer neugierig auf Veränderung, auf Bewegung, auf Lebendigkeit. Schon als Kind habe ich in Altpapiersammlungen nach Büchern gesucht und sie mit nach Hause genommen. In ihnen lagen andere Leben, andere Orte, andere Welten.

Vielleicht ist mein Leben dadurch tatsächlich weit geworden. Nicht nur geografisch.
Ich habe in anderen Ländern studiert, gearbeitet und gelebt, bin gereist und geblieben, weitergezogen und wiedergekommen, habe neue Sprachen sprechen und lieben gelernt.
Wenn du einmal in Botswana gelebt hast, in der Kalahari Menschen begegnet bist, deren Alltag zunächst kaum etwas mit deinem eigenen gemeinsam zu haben scheint, verändert das auch den Blick auf das Vertraute. Denn irgendwann merkt man, dass vieles von dem, was wir für unsere ganz persönliche Geschichte halten, zugleich etwas zutiefst Menschliches ist.
Wir lieben und verlieren. Wir hoffen, zweifeln, sorgen uns um unsere Kinder, sehnen uns nach Zugehörigkeit und versuchen, mit dem zurechtzukommen, was das Leben uns gibt.
Was wir fühlen, gehört uns. Und gleichzeitig gehört es zu etwas viel Größerem, das wir miteinander teilen.
Wo das Alltägliche und die großen Fragen beieinanderliegen.
Ich bin Fachärztin für Neurologie und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und habe mich im Laufe der Jahre intensiv mit unterschiedlichen psychotherapeutischen Ansätzen beschäftigt. Die klinische Arbeit hat mich viele Jahre begleitet – zuletzt als Oberärztin in der Psychosomatik.
Ich habe unzählige Stunden in Krankenhäusern verbracht, Nacht- und 24-Stunden-Dienste gemacht, Hände gehalten, Menschen lachen und sterben sehen. Ich habe mit Kolleginnen und Kollegen Erschöpfung und Freude geteilt, schwierige Entscheidungen getroffen und erlebt, wie nah im Krankenhaus manchmal das ganz Alltägliche und die großen Fragen des Lebens beieinanderliegen.
Und bei all dem habe ich etwas nie verloren: die Lust, mich in Dinge zu vertiefen. Zu lernen, Zusammenhänge zu entdecken, weiterzufragen – und mich selbst immer wieder weiterzuentwickeln.
Mich überzeugt Wissen, das genau hinschaut. Wissenschaft, die Zusammenhänge sichtbar macht. Und Medizin, die den Menschen hinter einer Diagnose nicht aus dem Blick verliert.
Vorträge & Workshops
Mich interessiert der ganze Mensch.
Wir Menschen sind widersprüchlich. Wir können wissen, was uns guttut, und trotzdem etwas anderes tun. Wir können uns nach Nähe sehnen und gleichzeitig davor zurückschrecken. Wir können mutig sein und Angst haben, stark und verletzlich, zufrieden mit unserem Leben und uns trotzdem nach etwas anderem sehnen.
Und natürlich bringe ich auch mein eigenes Leben mit – Erfahrungen, Veränderungen, Entscheidungen und all das, was man erst versteht, wenn man selbst ein Stück gelebt hat.
Heute bin ich Ärztin, Psychotherapeutin, Schreibende, Reisende und dreifache Jungsmama. Und noch immer neugierig darauf, was Menschen bewegt, was uns prägt und was Veränderung möglich macht.
Mein beruflicher Weg – kurz und knapp
- 2021–2026Oberärztliche Tätigkeit in der Psychosomatik
Mehrjährige oberärztliche Tätigkeit in psychosomatischen Abteilungen in Brandenburg und Berlin
- 2022Fachärztin für Neurologie
- 2021–2022Eigene neurologisch-psychiatrische Praxis
Gründung und Leitung einer ganzheitlich ausgerichteten neurologisch-psychiatrischen Praxis
- 2019Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
- 2013–2017Psychotherapeutische Aus- und Weiterbildungen
Ausbildung in Verhaltenstherapie und Weiterbildung in Schematherapie
- Seit 2023Weiterbildung Psychotraumatologie
AWP Berlin
- 2006–2021Ärztliche Tätigkeit
Tätigkeit in neurologischen und psychiatrischen Kliniken, im Sozialpsychiatrischen Dienst Berlin-Pankow sowie als ärztliche Gutachterin für das Betreuungsgericht Berlin
- 2007International Health
Masterstudium mit Schwerpunkt Mental Health und Tropenmedizin sowie klinischer Arbeit am Bamalete Lutheran Hospital in Botswana
- 2005Approbation als Ärztin
- 1997–2004Studium der Humanmedizin
Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie Studienaufenthalte in Kuba, Spanien und Australien
- 2001–2007Promotion
Charité – Universitätsmedizin Berlin
